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Weiterbildung für blinde und sehbehinderte Menschen

Blinde und sehbehinderte Menschen nehmen selbstverständlich am Arbeitsleben teil. Die Veränderung der Arbeitswelt durch die voranschreitende Digitalisierung birgt aber für sie einige besondere Schwierigkeiten. Wenn sich Arbeitsmittel und Arbeitsinhalte ändern, dann wird Weiterbildung immer wichtiger für die berufliche Weiterentwicklung. Berufsfachliche Angebote berücksichtigen aber nur selten die Bedürfnisse blinder und sehbehinderter Menschen, während das barrierefreie Angebot inhaltlich weitgehend auf behinderungsspezifische Themen ausgerichtet ist. Hier setzt iBoB an: mit Weiterbildungsberatung, Peer-to-Peer-Mentoring und Unterstützung bei der Erstellung barrierefreier Unterlagen – aber auch mit unserer Weiterbildungsplattform.


Weiterbildungsplattform

Unsere Weiterbildungsplattform soll Ihnen die gezielte Suche nach barrierefreien Weiterbildungsangeboten erleichtern. Hier finden Sie Kurse der verschiedensten Anbieter aus unterschiedlichen Kursbereichen, die bei der Anmeldung, der Durchführung und gegebenenfalls der Prüfung den Bedarfen blinder und sehbehinderter Menschen angepasst sind.


Weiterbildungsberatung

In Verbindung mit der Informationsplattform soll unsere Weiterbildungsberatung vor allem interessierte blinde und sehbehinderte Erwerbstätige dabei unterstützen passende Weiterbildungsangebote zu finden. Das Beratungsangebot umfasst je nach Wunsch und Bedarf verschiedene Komponenten. Ein wesentlicher Teil ist ein Peer-to-Peer-Mentoring durch berufserfahrene und selbst von Blindheit bzw. Sehbehinderung betroffene Erwerbstätige. Außerdem bietet sie eine Kompetenzdiagnostik nach KODE®.


Erstellung barrierefreier Teilnehmerunterlagen

Um Bildungsdienstleister in des Anbieternetzwerk des Projektes einzubeziehen, ist die Unterstützung bei der Erstellung barrierefreier Teilnehmerunterlagen entscheidend, weil die Dienstleister selber wegen der relativ kleinen Zahl sehgeschädigter Teilnehmer in diesem Bereich keine eigenen Kompetenzen aufgebaut haben. Es geht zum einen darum, Teilnehmerunterlagen in der jeweils geforderten Form – zum Beispiel in Punktschrift, als screenreadertaugliche Vorlage oder in Hörformaten – herzustellen. Darüber hinaus müssen die grafischen Elemente von Teilnehmerunterlagen den sehgeschädigten Nutzern gemäß eindeutiger Darstellungsregeln auditiv und schriftlich zugänglich gemacht werden.

Schließlich ist die Beratung und Schulung von Dozenten nötig, um ihnen Informationen über Arten und Auswirkungen von Sehschädigungen zu vermitteln und eine Barrieren reduzierende Unterrichtsmethodik nahezubringen.